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KONVERSATIONEN # 13

Wir dokumentieren im Folgenden eine Antwort von Rudi, KSP-Mitglied aus Freiburg, vom 25.07.2025 auf folgende Frage:

Wie soll nach eurer Vorstellung der Weg über die Projekte zum Sozialismus führen?

Rudi

In meiner Annahme sind die Projekte nur einer erster Schritt auf dem Weg zum Sozialismus. In den Projekten sollen die arbeitenden Menschen die Erfahrung gemeinschaftlicher Aktivität für geteilte
Interessen unabhängig von Staat und kommerziellen Dienstleistern machen können. Darin soll auch die Trennung zwischen Organisierenden und Organisierten abgebaut werden, indem die Organisierten durch die Organsierenden angeregt und in die Position gebracht werden selbst
Aufgaben und somit Verantwortung für sich zu übernehmen, die in ihre eigenen, politisch unabhängigen, Vereine führt. Perspektivisch geht es darum von einer Masse an getrennt erscheinenden Individuen zu einer Klasse zu werden, beziehungsweise sich in dieser Klasse, der
Arbeitenden, zu erkennen.

In der Begegnung mit den Grenzen dieser Organisierung, ob sozial, ökonomisch oder rechtlich, kann die Notwendigkeit von sozialistischer Politik auftreten und begriffen werden. Vorannahmen darüber was Sozialismus sein kann und muss, können dadurch in der Praxis überprüft und erforscht werden und somit Theorie informieren. Die Projekte sind in diesem Sinne nicht das Mittel zum Zweck der Gründung einer Partei, sondern die sozialistische Partei kann erst dann als Mittel auftreten, wenn und falls ihr Zweck, die politische Frage des Sozialismus, gesellschaftlich auftritt.

 

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