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5. SozialistischeR Salon Frankfurt am Main

Am 09.01.2026 fand der 5. Sozialistische Salon in Frankfurt am Main statt. Als Gäste geladen waren Mono Eich und Georg Kurz. 

Die Aufnahme findet ihr weiter unten. 

Es ging um die neue Strategie des zivilgesellschaftlichen Basisaufbaus innerhalb der Linkspartei. Inwiefern reflektiert die neue Strategie eine allgemeine Entwicklung innerhalb der weltweiten Linken, inwiefern ist sie Ausdruck einer neuen sozialistischeren Ausrichtung der Linkspartei und inwiefern trägt sie bereits Früchte oder stößt an Grenzen?

Mono Eich, für DIE LINKE im Stadtrat in Köln und aktiv im Marxistischen Netzwerk der Linksjugend Solid, berichtete davon, dass Basisaufbau auf lokaler Ebene geschehen muss und es also Sache der Ortsgruppen sei, was passiert oder nicht passiert. Als Schlagwort sei das Thema hoch im Kurs, in der Praxis müsse sich noch herausstellen, ob sich unabhängiger zivilgesellschaftlicher Aufbau außerhalb von Haustürgesprächen wirklich durchsetze. Sie arbeite jedenfalls daran.

Georg Kurz, ehemaliger Sprecher der Grünen Jugend und ehedem Kampagnenhelfer von KPÖ und Linkspartei, beschrieb die neue Faszination für den Begriff des Sozialismus. Alles müsse den Namen Sozialismus tragen, aber am Ende werde er an das geheftet, was man eben gerade mache.

Entsprechend, stimmte Momo zu, sei die Linke heute keine sozialistische Massenpartei, aber sie sei die beste Wette, wenn es darum gehe, wer diese Partei werden könne.

Sozialismus, das wurde in dem Gespräch, das Alex Kern von der Mietergewerkschaft Deutschland moderierte, deutlich, sei etwas ganz anderes als Forderungen an den Staat zu stellen. Nämlich die tatsächliche Unabhängigkeit und Selbständigkeit der arbeitenden Klasse. Und das setze die tatsächliche Erfahrung der eigenen Wirkungsfähigkeit und eine wachsende Organisierungsfähigkeit von ganz normalen Menschen voraus. Ein Zustand, so Georg, den man sich in einem starken Sinne heute kaum vorstellen könne, den sich auch die arbeitenden Menschen heute selbst kaum zutrauen, und den die Linke, gemessen an ihrer gegenwärtigen Politik, auch nicht wirklich verfolge.

Über praktische Projekte innerhalb der Linken, wie sie sich entwickeln und wie sie sich vom Vorgehen der KSP unterscheiden, diskutierten die drei fast zwei Stunden lang miteinander und mit dem Publikum.

Den neuen Standort der Lernhilfe im Frankfurter Gallusviertel stellte Tina Engelmann vor. Das Kulturprogramm mit der Niemandslands-Suite von Hanns Eisler leitete Viola Großbach ein. Nachzuhören hier.

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