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4. Sozialistischer Salon Frankfurt am Main

Kurzer Rückblick zu unserem letzten sozialistischen Salon in Frankfurt mit Sarah-Lee Heinrich von Zeit für was Neues, Aktivisten der Mietergewerkschaft sowie Kulturprogramm von Erich Schaffner und Viola Grossbach.

Am Ende des Berichts findet ihr die Aufnahme des Salons.

Auch bei unserem 4. Sozialistischen Salon in Frankfurt am Main stand die Frage im Fokus, wie Gesellschaft im Sinne des Sozialismus von unten organisiert werden kann. Der Salon fand am 20. Dezember 2024 im DGB-Jugendclub im Gewerkschaftshaus Frankfurt statt. Zu Gast war Sarah-Lee Heinrich, ehemalige Vorsitzende der Grünen Jugend, die die Arbeit ihres neuen Verbandes „Zeit für was Neues“ vorstellte. Vor überwiegend jungem Publikum begann Erich Schaffner mit Texten und Liedern von Brecht, Tucholsky und Eisler, begleitet von Viola Grossbach am Klavier. Die bissigen Kommentare auf Kriegsbegeisterung, Klassenverrat und Rechtsruck berührten das Publikum sichtlich. Im Anschluss stellte Sarah ihr neues Projekt als Resultat der Grenzen der Mobilisierungsfähigkeit der Grünen Jugend dar: Man könne jungen Leuten nicht verkaufen, man sei eine Alternative und gleichzeitig zur Wahl der Grünen aufrufen.

Ziel sei zunächst Formen des Basisaufbaus zu finden, der die Gründung eines neuen linken Jugendverbandes begleiten könne. Entscheidend sei dabei, dass die Aufbauprojekte langfristig angelegt seien. Der Jugendverband könne sich nur so zu einer Anlaufstelle für all diejenigen entwickeln, die nach einer echten Alternative zum herrschenden Betrieb suchten. Gleichzeitig böte der Verband einen Reflexionsraum, um die Praxis in den Projekten ständig zu evaluieren. Sarah kündigte an, dass bei einem zweiten ZfwN-Kongress im Frühjahr beschlossen werde, welche Projekte in Zukunft angegangen werden. Am Aufbau der Infrastruktur des Jugendverbandes arbeite man schon jetzt. Trotz technischer Schwierigkeiten aus München zugeschaltet war Maximilian Rathke, zweiter Vorsitzender der Mietergewerkschaft (MG), der die Aufbauarbeit in München und die Mobilisierung in der Siedlung Fürstenried-West vorstellte.
In einer offenen Diskussion, in der Alexander Kern von der KSP und Daniel Katzenmeier von der MG mit Sarah auf dem Podium saßen, wurde u.a. die Frage von Praxis und Theorie, die Rolle von Schulung im Aktivismus, der Ort lokaler Kämpfe sowie die grundsätzliche Rolle eines Jugendverbandes diskutiert und gemeinsame Arbeitsfelder gesucht. 

Trotz des vollen Programms und einer langen Veranstaltung wurde im Anschluss bei Getränken, Brezeln und Gulaschsuppe weiterdiskutiert.4.

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