Bericht über die Mieterversammlung am 07.09.2019

Die von uns mit anderen parteiunabhängigen Personen gegründete „Initiative für eine Mietergewerkschaft“ hatte am 7. September ihre erste öffentliche Versammlung, dessen Bericht ihr unten lesen könnt.

Dies ist ein erster winziger Schritt im weitem Weg des Aufbaues einer proletarischen Zivilgesellschaft, die unabhängig vom Staat agiert und essentiell für die Etablierung unserer Kampagne für eine Sozialistische Partei ist. Nur im Kontext dieser ist der Aufbau einer proletarischen Zivilgesellschaft wirklich effektiv.

Deshalb schreiben wir in Punkt 9 unserer Grundsatzerklärung:

„Alle existierenden linken Kämpfe, jeder soziale, ökonomische, bürgerrechtliche, juristische und politische Aktivismus – jede Aktion – sollte unter dem politischen Banner des Kampfes um Sozialismus stattfinden. Nur wenn wir die verstreuten Kämpfe kohärent machen, können die einzelnen Kämpfe erst effektiv werden. Alle Kämpfe müssten in und durch eine Sozialistische Partei geführt werden.“

Liebe Mitstreiter und Mitstreiterinnen,

Am Samstag, den 7. September, haben sich 20 Mieter und Mieterinnen zur einer ersten Versammlung im Frankfurter Nordend zusammengefunden. Anlässe dafür gibt es mehr als genug: Vermieter, die notwendige Reparaturen nicht durchführen wollen oder mit den Betriebskosten tricksen; Verdrängungen durch Luxussanierungen und den dem damit verbundenen steigenden Mietkosten; die Angst bei Eigentümerwechsel vor der Umwandlung der eigenen Wohnungen in Eigentumswohnungen; Mobbing und Drangsalierungen durch die Vermieter, um „lästige“ Mieter zum Ausziehen zu bewegen; willkürliche Mieterhöhungen, die nur funktionieren, weil viele Mieter und Mieterinnen noch nicht ausreichend über den rechtlichen Rahmen Bescheid wissen und diese dann einfach zahlen, obwohl sie nicht rechtens sind.


All diese Probleme machen deutlich, dass wir uns als Mieter und Mieterinnen zusammenschließen müssen, um der drückenden Wohnungskrise etwas entgegenzusetzen, da die Vermieter immer versuchen werden, die Unwissenheit vieler Mieter auszubeuten und teilweise zu illegalen und halblegalen Mitteln greifen, um ihre Interessen durchzusetzen.

Auch wurden auf der Versammlung, Erfahrungen geteilt, die die leidenschaftliche Auseinandersetzung einzelner Mieter gegen ihren Vermieter zeigten. Doch alleine diese Auseinandersetzungen zu führen, ist anstrengend und kräftezehrend. Auch deshalb haben wir uns am Samstag versammelt, um diese Vereinzelung zu überwinden und uns gegenseitig zu unterstützen und zu helfen.

Die Diskussion verlieft produktiv. Es wurden zwei Arbeitsgruppen (AG Vonovia u. AG Erfahrungsdossier) gebildet, die sich bis zum nächsten, gemeinsamen Arbeitstreffen am Dienstag, 22. Oktober, 19 Uhr (Ort wird noch bekannt gegeben, wir suchen einen Raum, der nicht zu teuer und gut zu erreichen ist im Nordend), treffen und sogar erste Aktivitäten planen und umsetzen werden.

Zu allen Treffen ist jeder Mieter und jede Mieterin herzlich willkommen.

Termine:

Die AG Vonovia trifft sich am 17. September, 19 Uhr, im Cosi Cosi, Eschersheimer Landstraße 224
Die AG Erfahrungsdossier hat noch keinen Termin festgemacht. Bei Interesse an Mitarbeit bitte an mietergewerkschaft.ffm@gmail.com schreiben

Nächstes gemeinsames Arbeitstreffen, am Dienstag 22. Oktober 2019, 19 Uhr (Ort wird noch bekannt gegeben). Dort werden wir uns dann über bisherige Aktivitäten austauschen, der Vorstand wird eine kleine Arbeitsstruktur vorstellen, wie wir effektiv sein können und wir werden weitere Aktivitäten planen.

Was kann jeder bis dahin noch tun?

Jeder kann zu unserem nächsten Arbeitstreffen Nachbarn, Freunde, Bekannte und andere Mieter einladen und über die Idee einer Mietergewerkschaft informieren. Dazu kann unserer Aufruf, den ihr Online findet, dienen: https://initiative-mietergewerkschaft.de/ueber-uns/warum-mietergewerkschaft/

Außerdem kann unsere Facebook-Seite geliked werden: Initiative für eine Mietergewerkschaft e.V.

Gemeinsam werden wir viel erreichen!

Herzliche Grüße

Der Vorstand (Frederic E., Max R., Daniel S.)

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